Vorbehandlung von Ionenaustauscherharz
Bei der Herstellung von Ionenaustauscherharzen sind häufig geringe Mengen organischer Oligomere und anorganischer Verunreinigungen enthalten. Diese lösen sich in der Anfangsphase der Anwendung allmählich auf und werden freigesetzt, was die Qualität des Abwassers oder des Endprodukts beeinträchtigen kann. Daher muss das neue Harz vor der Verwendung wie folgt vorbehandelt werden:
1. Nach dem
Ionenaustauscherharz
Wird in das System eingefüllt, wird die Harzschicht mit sauberem Wasser bei einer Expansionsrate von 50 bis 70 % rückgespült, bis das Wasser klar, geruchlos und frei von fein verteiltem Harz ist.
2. Die Harzschicht wird mit einer Durchflussrate von 2 m³/h durch eine etwa doppelt so große Menge 4- bis 5%iger Salzsäure (HCl) gespült, die dem Harzvolumen entspricht. Nach dem Durchlauf durch alle Einlässe lässt man die Lösung 4–8 Stunden einwirken, lässt sie abtropfen und spült mit klarem Wasser, bis das Abwasser neutral ist. Die Spüldurchflussrate beträgt dabei 10–20 m³/h.
3. Eine Lösung aus etwa dem Doppelten des Harzvolumens in 2 bis 5 %iger NaOH-Lösung wird wie oben beschrieben durch die HCl-Lösung geleitet und eingeweicht. Anschließend wird die Lauge abgelassen und mit klarem Wasser gespült, bis das Abwasser neutral ist. Die Spülrate entspricht der oben beschriebenen.
Wenn die Säure- oder Laugenlösung 2 bis 3 Mal wiederholt werden kann, ist der Effekt besser.
Bei dem vorbehandelten Harz sollte die Menge des Regeneriermittels beim ersten Arbeitsgang entsprechend erhöht werden, um eine ausreichende Regeneration des Harzes zu gewährleisten.