Chromatographische Trennung
Die Biotechnologiebranche gilt als eine der vielversprechendsten Branchen des 21. Jahrhunderts. Mit der Weiterentwicklung der Biotechnologie rückt die Industrialisierung biologischer Produkte immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Im Produktionsprozess biologischer Produkte hat sich die Trennung und Reinigung der Produkte, insbesondere die Trennung und Reinigung aktiver Makromoleküle, als entscheidender Schritt in der nachgelagerten Biotechnologie etabliert und bestimmt somit maßgeblich die Perspektiven für die Industrialisierung biologischer Produkte.
Chromatographische Trenntechnologie
Die Chromatographie ist eine weit verbreitete Trennmethode zur Trennung und Reinigung komplexer Gemische. Verschiedene chromatographische Verfahren weisen gemeinsame Grundmerkmale auf: Beim Durchlaufen einer stationären und einer mobilen Phase durch eine mit Kügelchen oder Matrixmaterial gefüllte Säule (stationäre Phase) mit einer biologischen Stammlösung (mobile Phase) werden die Komponenten des Gemisches aufgrund ihrer unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften (wie Anziehungskraft, Löslichkeit, Molekülform und -größe, Molekülwiederholung und Affinität) durch Verteilung zwischen den beiden Phasen getrennt. Nicht denaturierte, natürliche biologische Produkte lassen sich mit chromatographischen Trennverfahren reinigen. Die Methode zeichnet sich durch hohe Trenneffizienz, gute Selektivität und milde Reaktionsbedingungen aus und eignet sich daher zur Trennung und Reinigung komplexer Mehrkomponentengemische.
Es gibt viele Methoden für chromatographische Trennverfahren, wobei Ionenaustauschchromatographie, hydrophobe Interaktionschromatographie, Gelchromatographie und Affinitätschromatographie zu den am häufigsten verwendeten chromatographischen Methoden zählen.